Zeit, ein abschließendes Urteil über den mittlerweile schon 54. Eurovision Song Contest zu fällen.
Ein Urteil, für das mich unverbesserlich schlechte Verlierer, blinde Patrioten und Menschen mit Fidel-Allerdgie hassen werden. Denn wenn man, so wie ich es vorhabe, die Fakten anspricht, dann kann man nicht weiter dem bösen, von korrupten Gangstern bewohnten und den Westen hassenden Osten die Schuld geben. Denn diesen Osten gibt's offenbar nicht (was ich schon letztes Jahr predigte):
Das Ergebnis
01. Norwegen: Alexander Rybak Fairytale 387 Punkte
02. Island: Yohanna Is it true? 218 P.
03. Aserbaidschan: AySel & Arash Always 207 P.
04. Türkei: Hadise Düm Tek Tek 177 P.
05. Vereinigtes Königreich: Jade Ewen It’s My Time 173 P.
06. Estland: Urban Symphony Rändajad 129 P.
07. Griechenland: Sakis Rouvas This Is Our Night 120 P.
08. Frankreich: Patricia Kaas Et s'il fallait le faire 107 P.
09. Bosnien und Herzegowina: Regina Bistra voda 106 P.
10. Armenien: Inga & Anush Jan Jan 092 P.
11. Russland: Anastasija Prychodko Mamo 091 P.
12. Ukraine: Svetlana Loboda Be My Valentine! (Anti-Crisis Girl) 076 P.
13. Dänemark: Brinck Believe Again 074 P.
14. Moldawien: Nelly Ciobanu Hora din Moldova 069 P.
15. Portugal: Flor-de-Lis Todas as ruas do amor 057 P.
16. Israel: Noa & Mira Awad There Must Be Another Way 053 P.
17. Albanien: Kejsi Tola Carry Me in Your Dreams 048 P.
18. Kroatien: Igor Cukrov feat. Andrea Lijepa Tena 045 P.
19. Rumänien: Elena The Balkan Girls 040 P.
20. Deutschland: Alex Swings Oscar Sings! Miss Kiss Kiss Bang 035 P.
21. Schweden: Malena Ernman La voix 033 P.
22. Malta: Chiara What If We 031 P.
23. Litauen: Sasha Son Love 023 P.
23. Spanien: Soraya La noche es para mí 023 P.
25. Finnland : Waldo’s People Lose Control 022 P.
Unter den ersten fünf ist kein einziger der so genannten "Ostblock-Staaten", die sich mittels Punkteschieberei einen Vorteil verschaffen. Die betroffenen Länder, die allesamt aneinander Grenzen und nahezu die gleiche Kultur haben (weil sie sich erst jüngst von einer größeren Nation separierten) sind allesamt im Gebiet rund um Jugoslawien. Aserbaidschan etwa grenzt nur an zwei weitere am ESC teilnehmende Länder: Die Türkei und Armenien. Wie will sich Aserbaidschan da die Punkte zumauscheln?
Und über die Türkei müssen wir doch nicht wirklich diskutieren, oder? Dass die Türkei in den letzten Jahren konstant gute Platzierungen machte liegt allein daran, dass sie flotte, zum ESC-Publikum passende Nummern präsentiert, die in Ost, West, Nord und Süd gleichermaßen ankommen.
Aber selbst wenn man die Geografie etwas großzügiger fasst und die südöstlichen Länder Aserbaidschan und die Türkei urplötzlich in den riesigen, kommunistischen Ostblock rund um Ex-Jugoslawien und Russland packt, kommt man mit seinem Ostblock-Geheule nicht weit: Unter den ersten fünf sind drei westliche/nördliche Länder, mit Großbritannien sogar ein Mitglied der "Big Four". Ein weiteres stets zum Finale zugelassenes Land, nämlich Frankreich, folgt bereits auf Platz 8, direkt hinter Griechenland, einer Nation, die ebenfalls schon ewig am ESC teilnimmt und letztes Jahr sogar als "das einzige unter dem Ostblock leidende West-Land" bezeichnet wurde, weil es in einem rein westlichen Finale gewonnen hätte. Griechenland jetzt wieder zum Osten zu packen wäre ziemlich opportunistisch...
Jetzt, wo ich dieses ärgerliche Ost-West-Thema für dieses Jahr hoffentlich aus dem Weg geräumt habe, möchte ich auf ein paar Platzierungen genauer eingehen:
Zunächst wäre da der schockierend "schlechte" siebte Platz für den griechischen Beitrag This Is Our Night von Sakis Rouvas, der 2004 schonmal teilnahm und den dritten Platz belegte.
Seit 2003 hat Griechenland einen wahren Lauf - da hätte ich eigentlich mit einer besseren Platzierung gerechnet. Doch so bestätigt sich nunmal, dass die Platzierung nicht vom Herkunftsland abhängig ist, sondern von der Musik: Griechenlands Beitrag vom Vorjahr, Secret Combination, klang nach griechischer Nelly Furtado, der diesjährige Beitrag hätte überall herkommen können. Es fehlte das lokale Element, etwas, das nach Europa (oder einem Teil Europas) klingt. Ein Element, das zwar nicht allein für einen Sieg genügt, aber wie man an der Platzierung von Aserbaidschan und der Türkei sehen kann durchaus hilfreich ist.
Positiv überascht bin ich, dass der Retro-Chanson von Patricia Kaas, der jederzeit einen Film noir kleiden könnte, so gut abschnitt. Damit hatte ich nicht gerechnet. Dies und das noch bessere Abschneiden der schrecklichen Llyod-Webber-Ballade für UK zeigt, dass auch der Osten für die "Big Four" abstimmt, wenn man mit dem Song nur den Geschmack der Masse trifft. Insofern freut mich dieses Ergebnis, auch wenn ich das Lied ziemlich nervig fand. Ähnliches gilt für den Zweitplatzierten: Island fand ich zwar im Gegensatz zum Beitrag aus dem Vereinigten Königreich nicht nervig, aber farb- und charakterlos und somit eher fürs obere Mittelfeld tauglich. Doch so lange diese Platzierung dabei hilft die "Schiebung!"-Rufe leiser zu stellen soll sie mir lieb und teuer sein.
Ein wenig schockiert bin ich, dass die generische und aufgesetzt-grinselaunige Nummer Always tatsächlich den dritten Platz machte. Rein musikalisch ist das viel berechneter und künstlicher klingender Ethnopop als die fast schon zur ESC-Tradition gewordene Türkei-Nummer. Ich denke, dass hier die Inszenierung mit auffälligem Kleid, Windmaschiene und qualmender Alutreppe/-bühne geholfen hat. Bauchtanz aus der Türkei gab es öfters zu sehen, Aserbaidschan dagegen hat zwar nicht das Rad neu erfunden, sich aber dennoch sehr telegen verkauft.
Die meiner Meinung nach pfiffigere Ethnopopnummer aus Rumänien (was übrigens in Sachen Nachbarschaftspunkten wesentlich günstiger liegt als Aserbaidschan) landete dagegen bloß auf Platz 20. Dies als Nachtrag zur Ostblockdiskussion... Für nächstes Jahr bedeutet das wohl, dass der Bauchtanz-Ethnopop ausstirbt und ausgeklügelterem Pop mit Ethnoelementen aus der Konserve weichen wird.
Der Trend des nächsten Jahres wird aber wohl Fremdlokalkolorit: Norwegen gewinnt (verdient!) mit einer Nummer, die auch Irland wieder zum Sieg verholfen hätte. Ich sehe es jetzt schon vor mir, wie Schweden nächstes Jahr Schuplattler nach Oslo schickt und Deutschland eine Türkin und einen Griechen um die Wette ethnopopen lässt. Dass es so leicht auch wieder nicht ist machte allerdings der ebenfalls türkisch-griechisch klingende Song aus Spanien vor, der auf dem vorletzten Platz landete. Authentizität ist das Zauberwort: Alexander Rybak schrieb seinen Siegertitel selbst und lernte die Fidel nicht erst für den Eurovision Song Contest. Man glaubte ihm sein Image.
Vor allem war sein Lied auch sehr eingängig und der Text war obendrein ebenfalls toll (I'm in Love with an Fairytale... "Nicht nur du, Junge, nicht nur du", möchte ihm Europa da schwärmend entgegnen).
Ich gönne ihm den Sieg total. Nur... Musste er unbedingt Lordis Punkterekord pulverisieren?
Naja, muss halt 2010 eine schottische Piratentruppe den Rekord zum Ausgleich ins Metalfach holen...
Die Show
Zur eigentlichen Show am gestrigen Abend muss ich eigentlich nicht viele Worte verlieren: Die Russen haben sich nicht lumpen lassen und ordentlich geklotzt. Oder wie einer derzugeschalteten Punkteverteiler (haben die eigentlich eine richtige Bezeichnung? Juroren sind es ja nicht) sagte: Der größte Elefant ist immer ein russischer Elefant [sic!].Die Halle war riesig und mit einer großen, toll ausgeleuchteten Multifunktionsbühne ausgestattet, die im Laufe des Abends in zahlreichen Farben erstrahlte und bei Bedarf für jeden Song bis zur Unerkenntlichkeit umgebaut wurde. Leider hatte man bei der Startreihenfolge wenig Losglück, so dass die erste Hälfte des Abends fast nur aus nicht auf Englisch gesungenen Liedern bestand, die vor dunkelblauem Hintergrund dargeboten wurden, während die Interpreten schwarze Kleidung auftrugen. Das trübte ein wenig die Vielfalt der Show, aber daran ist allein Kapitän Zufall schuld.
Die Zwischenshow (irgendwelche Artisten in sinkenden Wasserbassins) sah zwar recht nett aus, war mir aber zu eintönig für ihre lange Dauer. Dafür war das Moderatorenduo angenehm sicher und weitaus weniger nervig als ihre Halbfinalkollegen. Die dazwischengeschalteten Beiträge der "Außenreporterin" waren zwar allesamt nicht sonderlich geistreich, dafür jedoch kurzweilig und witzig. Es muss ja nicht immer der ausgeklügelte Sprachwitz sein - erst Recht bei einer so internationalen Show kann das zu Übersetzungsproblemen führen. So gesehen haben die russischen Gastgeber dieses Problem mit den "Russlandvorurteile witzig abbauen"-Videos sehr gut gelöst.
Tim Frühling als Kommentator fiel mir persönlich nicht besonders auf. Er hatte weniger Ironie in der Stimme als Peter Urban, hat dafür ein paar offensichtlichere Scherzchen gemacht. Hätte er an manchen Stellen besser übersetzt und nicht in die Schlussperformance reingequatscht, hätte ich nichts zu meckern.
Die Quoten bescherten der ARD mal wieder eine Verjüngungskur des Publikums: Insgesamt 7,36 Mio. Zuschauer für die Eurovisions-Show (31,1% Marktanteil), 3,59 Mio. in der werberelevanten Zielgruppe (und somit 35,0%) laut Meedia. Dafür, dass im Vorfeld verhältnismäßig wenig über den Contest berichtet wurde erstaunlich gute Werte. Vielleicht suchten die DSDS-Zuschauer eine Ersatzdroge?
Deutschland, was nun?
(Bildquelle: RP Online)Kommen wir nun zu Deutschlands zwanzigstem Platz. Wie kommt's? Die Leute teilen sich ja (mal wieder) in "Betrug! Deutschland hätte gewinnen müsseeeen!" und "Verdient, wir haben ja nur Müll hingeschickt, eigentlich ist Platz 20 sogar zu gut". Ich stehe (mal wieder) auf meinem ganz eigenen Stühlchen... Nun, wie ich ja bereits mehrfach sagte, fand ich den Song gar nicht sooo grauenhaft, wie er in den letzten Wochen immer beurteilt wurde. Zwar würde ich mir Miss Kiss Kiss Bang niemals kaufen und ich hätte ihn nicht unter den höheren Rängen beim ESC vermutet, aber ich halte ihn in der Theorie für eine gar nicht mal so schlimme Wahl. Das Lied hatte Potential, Deutschland wenigstens ein bisschen aus seiner Eurovisionskrise zu holen. Doch es hakte bereits an der Abmischung. Der Song klingt so, wie er nunmal ist, viel zu sehr nach Konserve und "im Studio mal nebenbei zusammengemischt". Ich bin mir aber sicher, dass man mit ein paar kleinen Handgriffen an den Reglern was besseres zustande gebracht hätte: Die ganze Elektrik im Playback was runterdrehen, die Blechbläser mehr in den Vordergrund stellen und vielleicht etwas mehr Feuer reinbringen, das Lied was südländischer gestalten. Und schon wäre es um einiges besser.
So dagegen hielt ich - nur vom Lied her beurteilt - weiterhin eine Platzierung unter den letzten zehn möglich. Gut, damit lag ich ja richtig, doch etwas näher an die 15 hätte es schon gehen können. Aber da stand uns die Performance im Weg. Oscar Loya war viel zu geleckt und aufgesetzt, die Bühnenummer hatte keinerlei roten Faden oder auch nur ein Grundkonzept. Sie war wild durcheinandergewürfelt, und mit Dita von Teese haben wir den Vogel abgeschossen. Das war einfach gar nichts. Sie stand für den Großteil des Songs im Hintergrund, man hatte fast die Vermutung, dass die Kameras ihr sogar ausweichen. Diejenigen, die im Vorfeld das ganze Drumherum mitbekamen, waren so total abgelenkt und wurden vielleicht sogar verärgert: Soviel Gerede, und dann sieht man sie kaum?
Tja, und dann wurde kurz gegen Schluss der Song pausiert, damit Alex C. "Please welcome Dita von Teese" brüllen kann, sie langsam nach vorne stolziert, ein bisschen rumwippt und zurück zum Lippensofa geht. Das hat das Lied zerrissen und diejenigen, die keinerlei Ahnung hatten, was vor sich geht, endgültig von der Nummer verabschiedet. Und wieso sollen wir kurz vor Ende des Liedes die von Teese begrüßen? Sie war doch die ganze Zeit über da! Wenn sie in dem Moment erst aufgetaucht wäre, dann wäre das wenigstens irgendwie schlüssig gewesen...
So war der 20. Platz eigentlich völlig gerechtfertigt.
Und nächstes Jahr? Nun, es ist schwer zu sagen, wo die Reise hingehen sollte, um Erfolg zu haben. Sind Balladen ein guter Tipp (Island, UK, Frankreich, Estland) oder sollte man sich eher am Sieger orientieren und einen fröhlich-melancholischen Ohrwurm über eine märchenhafte Liebe trällern?
Eine sehr europäische Note wäre jedenfalls von Vorteil: Dieses Jahr kamen ein französischer Chanson, eine britische Popmusicalballade, zwei Ethnopopsongs und ein irisch fidelnder Norweger aus Weißrussland in die Top Ten. Allerweltsmusik war gestern.
Und dann wäre da wieder diese Sache mit der Authentizität. Was war unser letzter Top-Ten-Beitrag? Genau, Max Mutzke, ein Mann mit einer Wahnsinnsstimme, ungezupften Augenbrauen, schwarzem Rollkragenpullover und einem ruhigen, eingängigen Liebeslied mit starkem Schluss. Begleitet von einer ganz ruhigen Auswahl an Musikern.
Es muss ja auch nicht die große Liebe sein, und der liebe Junge. Portugal und Moldawien kamen mit ihren bunten Folknummern auch viel weiter, als ich gedacht hätte.
Auf jeden Fall muss der NDR uns beim Vorentscheid die Demokratie wiedergeben (das hat er ja bereist versprochen) und vor allem ein breites Spektrum an Musik präsentieren. Keine drei, vier Künstler, darunter einmal Radiopop und zwei Nischenprogramme. Wir brauchen große Künstler. Nichtmal unbedingt als Interpreten, aber auf jeden Fall als Komponisten und Texter. Sollte die deutsche Musikprominenz tatsächlich aus Angst im Vorentscheid rauszufliegen lieber ganz die Finger von der Nummer lassen, so wäre das die Alternative. Schreiben Raab, Bohlen, Farian und Co. halt Lieder und treten nicht mit auf.
Wenn sie überhaupt Angst haben. Zwar hört man immer wieder, dass sich niemals eine Band wie Scooter, Rammstein, Peter Fox oder Ich + Ich dem ESC und der gehässigen Presse stellen würden, aus ihren eigenen Mündern habe ich es dagegen nie gehört. Vielleicht fragt der NDR sie auch nie, oder lässt sie nicht zum Vorentscheid durch?
Westeuropa hat Siegeschancen. Wir brauchen nur gute Interpreten, schmissige und ehrliche Lieder und genug Willen.
Lasst Raab zur Not wenigstens den Vorentscheid organisieren. Wir bezahlen soviel Dreck mit unseren Rundfunk- und Fernsehgebühren, da sollte doch auch die Ablösesumme für Stefan Raab drin sein. Er müsste den Vorentscheid nichtmal moderieren, nur die Organisation übernehmen und in der Jury sitzen.
Dann kommt garantiert etwas besseres raus, als wenn der NDR so weiter macht wie in den vergangenen Jahren.
3 Kommentare:
Tja, der schale Nachgeschmack, bleibt fürs erste aber nun, überleg dir mal Deutschland hätte mit einer strippenden Dita von Teese einen ganzen Song durchgezogen. Wir wären das Ferkelland Nr.1, der NDR hat dies sicher verboten und sich eingemischt. Als T.A.T.U. vor einigen Jahren am ESC teilnahmen, wollten sie sogar nackt auftreten, das wäre ein Skandal hoch zehn geworden, der ESC ist nicht reif für eine Stripnummer. Eher für eine neue Nummer aus der Ecke ein bißchen Frieden. Also wenn man sich die erfolgreichsten Nummern der letzten Jahrzehnte ansieht kommt auf den Trichter das viele Lieder einfach vergessen gehören und das wirklich erfolgreiche Lieder den Grand Prix überleben, egal wie das Ergebnis war, die Sieger sind meistens ehe bald wieder vergessen.
Oh ja, dem Ende mit Raab stimme ich zu. Für den "eigentlichen" Vorentscheid interessiert sich ja keine Sau.
Erst mal Kompliment. Ein toller Post.
Was den Contest angeht: Mit seinem diesjährigen System wurde auf jeden Fall eine gute Form gefunden, die endlich wieder Konzentration auf das Wesentliche lenkt.
Ich meine, wie lange ist es her, dass man direkt nach der Veranstaltung nur über musikalische Dinge geredet hat und sich nicht erst noch tagelang über angebliche Balkan-Connections oder Punkteschieberei im Ostblock aufgeregt hat? Das ist für mich schon mal die erfreulichste Sache dieses Jahr.
Wie wir dieser Sache nun wieder Herr werden und 2010 einen Erfolg wie UK oder Frankreich hinbekommen, steht auf einem anderen Blatt. Die geplante Zusammenarbeit mit Raab ist in der Hinsicht definitiv richtig, wenn auch etwas plakativ. Aber solange es der Sache dient und Raabs Ehrgeiz vielleicht manch bekanntes Gesicht der deutschen Musikbranche wieder Geschmack an dem Wettbewerb findet, soll es mir Recht sein. Hauptsache, die Credibility stimmt. (Solange es keine Credibility a la Randfichten wird.)
Grüße,
Rothi
P.S.: Mal ganz ehrlich: Sakis war nach meinem Empfinden die größte Grütze des Abends. Ein seelenloses Workoutprogramm, bei dem der Gesang irgendwann völlig nebensächlich war. Einzig seine Popularität hat ihm den Hintern und den achten Platz gerettet. Ich würde darauf wetten, dass nicht eine Jury mehr als einen Punkt dafür gegeben hat.
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